Zeit:
Platz:
31:30
5
Info:
Ergebnisliste:
Ich habe diesmal das Glück, das ich nicht selbst fahren muss, sondern mit meinem Trainigspartner Alexander Fritsch und seinen Laufkollegen der TU Ilmenau nach Hamburg reise. Alles verläuft problemlos. Die Fahrt und auch das Abholen der Startunterlagen mitten in der Stadt. Nur die Übernachtung in einer Jugendherberge macht mir etwas Sorgen, ob der nächtlichen Lärmbelastung. Tatsächlich wird die Nacht etwas unruhig und ich schlafe schlecht. Für 10 km ist das aber zu verkraften.
Vor dem Start:
In aller Ruhe geht es zum Frühstück. Die Zeit ist großzügig bemessen und wir sind nicht weit vom Start entfernt. Dort angekommen können wir noch den Start- und Zielbereich erkunden. Beim Einlaufen spüre ich die Trainingswoche mehr als ich es mir gewünscht habe. Etwas Spannung muss sein, wenn man schnell sein will, aber das ist ein klein wenig zu viel für meinen Geschmack. Zum Glück sind es nur 10 km, denk ich mir. Das wird schon gehen.
Start:
Offiziell gibt es Startblöcke für die bestimmten Zielzeiten. Der Startkorridor ist verdammt eng und wir müssen zwischen den Messohren für die Zeitnahme hindurch. Ich stehe kurz vorm Startschuss vorn zwischen den Spitzenläufern aus Kenia. Doch von vorn strömen immer noch Läufer heran und es wird richtig gemütlich. Hier friert keiner. Man drängt uns noch weiter nach hinten bis zu einer Linie zwei Meter hinter den Messohren. Alex steht etwas weiter hinten. Hoffentlich kommt er gut ins Rennen.
Nachdem Startschuss drückt sich Feld durch das Nadelöhr. Ich komme sehr knapp, aber nahezu Verlustfrei weg. Es dauert ein paar Sekunden bis ich wirklich frei laufen kann, dann geht es los…
km 1:
2:58 min – etwas flott, aber nach dem Start geht es auch leicht runter. Vor mir hat sich eine Gruppe mit ein paar Deutschen gebildet, die auch alle in die DHM-Wertung gehören. Aufgabe: Lücke schließen!
km 2:
6:06 min – okay, aber diesen Druck zu halten wird verdammt schwer. Es geht leicht hoch und bei dem Tempo merkt man jeden Höhenzentimeter. Aber die Lücke ist zu. Aufgabe: Festbeißen!
km 5:
15:35 min – jetzt wird es hart. Die km-Zeiten sind auf 3:10 min abgesackt. Immer wieder geht es leicht wellig über kleine Brücken. Zwei DHM-Läufer sind abmarschiert, kurz vor mir laufen die Plätze 3 und 4. Hoffentlich lässt sich die Lücke wieder schließen. Aufgabe: Nicht nachlassen!
km 8:
25:12 min – es brennt. Die km-Zeiten halten sich konstant, aber nicht so schnell, wie es gern hätte. Einen Läufer, Paul Schmidt, habe ich wieder einholen können, der andere hat nochmal das Tempo erhöht.
km 9:
Den letzten Kilometer geht es nochmal hoch auf eine Brücke. Paul schaut zu mir, ruft “Komm” und erhöht das Tempo. Ich gehe mit. Wieder runter von der Brücke geht es in die letzte Kurve auf die Zielgerade. Ich ziehe den Spurt an, Paul geht mit, kämpft sich vorbei und zieht weiter. Dem habe ich nichts mehr entgegen zu setzen. Mist.
Ziel:
31:30 min. Platz 14 insgesamt, Platz 5 in Deutschen Hochschulmeisterschaft. Dank Paul, den letzten Kilometer in 3:04 min, trotz Anstieg. Kaum habe ich Luft geholt, da pfeift auch schon Alex in 32:06 min über Ziellinie als 8. der DHM (insg. 22.)
Mit dem Lauf kann ich eigentlich zufrieden sein. Der Kurs ist zwar schnell, aber doch welliger als man denkt und vor allem windanfällig. Die Zeit passt zum Halbmarathon von letzter Woche. Ich wollte zwar mal wieder einiges schneller sein, aber in einer (eigentlich perfekten) Marathonvorbereitung sollte ich keine Wunder über kürzere Strecken erwarten.



